Leipzig Seen

Der Goitzsche See

Der See mit Seebrücke und Pegelturm

Im Jahr 1908 begann die Kohleförderung in der Grube "Leopold". Mitte des letzten Jahrhunderts wurde dann der Tagebau Goitzsche vollständig erschlossen.

Neben der Braunkohle wurden im Bitterfelder Raum auch ca. 400 Tonnen Bernstein gefördert. Dieser wurde an die Ostsee zur Weiterverarbeitung verkauft. Viele Tonnen des edlen Steines befinden sich noch dort in der Erde, sind jedoch inzwischen von einer bis zu 70 Meter mächtigen Wasserschicht überdeckt.

1991 begann die Sanierung des Tagebaues Bitterfeld. Die Flutung der Tagebaurestlöcher begann im Jahre 1999 und sollte sich über mehrere Jahre erstrecken. Die Flutwelle der Jahrhundertflut an der Mulde im August 2002 erreichte jedoch am 15. des Monats die Region um Bitterfeld und somit die Goitzsche. Das Wasser drückte von Osten in den See und füllte diesen binnen 36 Stunden vollständig und über den Sollpegelstand hinaus, wodurch Teile der Stadt Bitterfeld überflutet wurden.

Bis zum Jahr 2006 wurde die Goitzsche zu einem Erholungs- und Naturschutzgebiet saniert. Im Juni 2005 erfolgte die Freigabe des Sees für Wassersport und touristische Nutzung. 

Auf der Halbinsel Pouch finden die vielfältigsten Veranstaltungen statt. Verbunden mit dem größten Volksfest der Region - dem Goitzsche-Fest - finden an der Halbinsel jährlich auch Motorbootmeisterschaften statt. 

Als Landmarke und Symbol für die sich verändernde Landschaft wurde hier ein Pegelturm mit Seebrücke errichtet. Der Gang über die 200 Meter lange Seebrücke und das Erklimmen des 26 Meter hohen Turmes wird mit einem fantastischen Ausblick über die ganze Region belohnt.


Fakten

  • Braunkohletagebau: 1908 - 1991
  • Flutung: 1999 - 2002
  • Fläche: 13,33 km²
  • Maximale Tiefe 48 m
  • Wasserstand: 75,0 m NHN
  • Volumen: 212,8 Millionen Kubikmeter

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