Die Himmelsscheibe ist einer der bedeutendsten archäologischen Funde des vergangenen Jahrhunderts. Auf der Himmelsscheibe von Nebra ist die bislang älteste konkrete Himmelsdarstellung der Menschheitsgeschichte angebracht.
Elemente des Tag- und Nachthimmels vermischen sich vor einem abstrakten Sternennetz. Sonne und Mond werden aber nicht nur in ihrem Himmelslauf abgebildet, sondern auch erklärt. Zwischen den Horizonten erscheint ein Schiff in nächtlicher Fahrt über den Himmelsozean. Es ist hier zum ersten Mal als zentrales mythisches Symbol in Europa überliefert. Die Himmelsscheibe gibt uns einen Einblick in das Wissen unserer Vorfahren über den Weltenlauf und seine religiöse Deutung vor 3600 Jahren.
Die Himmelswege verbinden vier archälogisch bedeutsame Orte miteinander, an denen Kulturgeschichte geschrieben wurde.
Erster Standort der Entdeckertour ist das Landesmuseum für Vorgeschichte in Halle, wo die Himmelsscheibe seit dem Frühjahr 2008 im Original zu bewundern ist. Der kleine Ort Nebra ist der zweite Ort der Zeitreise, denn hier entdeckte man 1999 die Himmelsscheibe. Nächste Station der Tour ist der kleine Ort Goseck mit seinem 7000 Jahre alten Sonnenobservatorium und letzte Station ist der kleine Ort Langeneichstädt mit seinem jungsteinzeitlichen Steinkammergrab und der Replik eines Menhirs, der als Dolmengöttin bekannt ist.
Himmelswege
Besucherzentrum Arche Nebra
Einer Abbildung auf der Himmelsscheibe folgend, wurde das Besucherzentrum Arche Nebra in Form einer Barke errichtet.
Hoch über dem Unstruttal thronend, erzählt sie vom spektakulärem Fund, werden in verschiedenen Inszenierungen und Präsentationen wissenschaftliche Informationen dargeboten, Archäologie und Astronomie auf spannende Art miteinander verbunden.
in der Übersichtskarte anzeigen
Grabanlage Langeneichstädt
Highlights mitteldeutscher Archäologiegeschichte findet man im kleinen Ort Langeneichstädt bei Mücheln (Geiseltal). 1987 wurden bei Feldarbeiten zwei spektakuläre Funde freigelegt. Ein jungsteinzeitliches Steinkammergrab und die Replik eines Menhirs mit den mystischen Ritzungen einer Dolmengöttin zeugen von den Jenseitsvorstellungen unserer Vorfahren.
in der Übersichtskarte anzeigen
Landesmuseum für Vorgeschichte
Das Herzstück des spektakulären Projektes "Himmelswege" - die Himmelsscheibe von Nebra - wird im Landesmuseum für Vorgeschichte in Halle präsentiert.
Das Landesmuseum für Vorgeschichte in Halle ist Ausgangspunkt der Entdeckertour "Himmelswege" in Sachsen-Anhalt und bietet spektakuläre Einblicke in die europäischer Kulturgeschichte.
in der Übersichtskarte anzeigen
Sonnenobservatorium Goseck
In der Gemeinde Goseck im Landkreis Weißenfels fanden Luftbildarchäologen 1991 ein weiteres Highlight der Astronomiegeschichte - ein Sonnenobservatorim.
7000 Jahre alt, gilt es im europäischen Raum als das älteste und sorgt weltweit für großes Aufsehen.
Im Vergleich, das englische Stonhenge ist "nur" 4000 Jahre alt.
Seit Ende 2005 ist es nun für neugierige Besucher geöffnet und lädt - im Zusammenwirken mit einer Ausstellung im Schloss - zu einer Reise in die Vergangenheit ein.
in der Übersichtskarte anzeigen

